Regen weltweit · Etwa 4 Minuten

Ein Wald.
Mitten in der Wolke.

Der Wald steht mitten in einer Wolke. Feine Tröpfchen treffen auf Blätter und Zweige – und können dem Boden Wasser bringen, ohne als Regen vom Himmel gefallen zu sein.

Eine Wolke auf Augenhöhe

Wasser muss nicht als Regen fallen.

Nebel durchzieht eine Baumkrone an einem BerghangFeine Nebeltröpfchen treffen auf die Blätter. Sie können sich sammeln und als größere Tropfen zum Boden gelangen.Luft bewegt sichWasser zum Boden
Vereinfachte Darstellung ohne Maßstab. Die großen Tropfen stehen für gesammeltes Nebelwasser. Das Beispiel berechnet weder den Wasserertrag eines Baums noch eine Waldwasserbilanz.

Blätter fangen kleine Tröpfchen.

Nebel enthält flüssiges Wasser. Treffen die Tröpfchen auf Blätter und Zweige, können sie sich sammeln. Größere Tropfen gelangen dann zum Boden.

Hier steht der Wald in der Wolke.

An Berghängen kann feuchte Luft aufsteigen und abkühlen. Wasserdampf kondensiert zu feinen Tröpfchen; eine Wolke entsteht. Wo diese Wolke die Landschaft einhüllt, erleben wir sie als Nebel. Der Wald befindet sich dann mitten in flüssigem Wasser, das in winzigen Tröpfchen durch die Luft schwebt.

USGS-Forschende beschreiben solche Wolken an den Bergen Puerto Ricos. Wolkenwasser kann dort einen zusätzlichen Beitrag zum Wasserhaushalt leisten. Die feuchten Bedingungen können zugleich Wasserverluste durch Verdunstung und Pflanzenabgabe verringern.

Ein Blatt ist auch eine Fangfläche.

Tröpfchen können auf Blätter, Nadeln und Zweige treffen. Dort sammeln sie sich und können zu größeren Tropfen zusammenlaufen, die abfallen oder weitergeleitet werden. Das ist eine andere Ankunftsweise als Regen aus einer Wolke hoch über dem Wald.

Wie viel Wasser so ankommt, hängt unter anderem von Nebelhäufigkeit, Wind, Vegetation und Lage ab. Die sichtbaren Tropfen im Experiment sind daher ein Bild für den Vorgang, keine Messung. Nicht jeder neblige Wald gewinnt gleich viel Wasser aus dem Nebel.

Ein Beispiel vor Kaliforniens Küste.

Auf Santa Rosa Island im Channel-Islands-Nationalpark wachsen Reste eines nebelabhängigen Waldes mit Insel-Eichen und Kiefern. Dort beschreibt der National Park Service ein Zusammenspiel: Nebel liefert Wasser, Bäume bieten Schutz und Sträucher helfen jungen Bäumen mit einem feuchten, schattigen Boden.

Frühere Beweidung hat diesen Lebensraum stark verändert. Bei der Wiederherstellung werden unter anderem Nebelfänger eingesetzt, um Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Das zeigt, wie eng Vegetation, Boden und Wasser miteinander verbunden sind.

Verfolge als Nächstes den Wasserkreislauf oder entdecke, wie Regen unsichtbare Speicher füllt.

Quellen & Weiterlesen

Quellen geprüft: 3. November 2026. Eigene, schematische Darstellungen. Die Experimente laufen nur in Deinem Browser und nutzen keine Live-Wetterdaten.