Regen verstehen · Selbst entdecken

Oben eine Flocke.
Unten eine Frage.

Ein Blick aufs Thermometer am Fenster reicht nicht immer. Was unten ankommt, hängt auch von den Luftschichten darüber ab. Begleite eine Schneeflocke durch einen vereinfachten Winterhimmel.

Ein Waldweg zwischen goldenen Herbstblättern und frisch verschneiten Tannen.
Zwischen Regentag und erstem Schnee.Eigene Illustration · mit KI gestaltet

Deine kleine Regenwelt

Verändere den Weg durch die Luft.

Drei Luftschichten zwischen Schneewolke und BodenSchematische Darstellung. Die Erklärung unter dem Bild beschreibt den gewählten Zustand.Wolke: −10 °CMitte: −4 °CUnten: −2 °CDünne untere SchichtBoden
Oben beginnt jedes Beispiel mit Schnee. Warme Schichten sind ockerfarben, kalte blau. Die Dicke der unteren Schicht wird durch die Auswahl beschrieben; die Grafik ist nicht maßstäblich.

Die Flocke bleibt eine Flocke.

Beide Schichten sind kalt. In diesem Beispiel schmilzt die Schneeflocke unterwegs nicht und erreicht den Boden als Schnee.

Vier bewusst klare Beispielfälle: Eine warme Schicht schmilzt die Flocke hier vollständig. Eine dicke kalte Unterschicht lässt Tropfen wieder gefrieren, eine dünne nicht. Echte Übergänge hängen auch von Feuchte, Fallzeit und Teilchengröße ab. 0 °C wird hier der kalten Schicht zugeordnet.

Die Reise beginnt schon in der Wolke.

In unseren vier Winterbeispielen startet der Niederschlag als Schnee in einer kalten Wolke. Auf dem Weg nach unten kann er schmelzen. Bleibt die Luft bis zum Boden ausreichend kalt, kommen Flocken an. Führt der Weg lange genug durch warme Luft, werden daraus Regentropfen.

Deshalb ist die Temperatur vor der Haustür nur ein Teil der Geschichte. Im Experiment kannst Du die mittlere Schicht erwärmen, während es unten weiter frostig bleibt.

Kalt unten bedeutet nicht automatisch Schnee.

Nach dem Schmelzen kann eine ausreichend dicke kalte Luftschicht die Tropfen zu Eiskörnern gefrieren lassen. Ist sie dünn, können Tropfen flüssig bleiben, obwohl sie unter 0 °C abgekühlt sind. Treffen sie auf eine gefrorene Oberfläche, kann gefrierender Regen entstehen.

Diese Eiskörner sind etwas anderes als Hagel aus Gewitterwolken. Die Auswahl der Schichtdicke zeigt diesen Unterschied im Weg des Niederschlags. Sie ist keine örtliche Glättevorhersage.

Die Natur kennt auch Übergänge.

Zwischen den klaren Beispielen liegen nasse Flocken, Mischungen aus Regen und Schnee und viele wechselnde Situationen. Auch die Feuchte der Luft und der Zustand des Bodens spielen eine Rolle. Das vereinfachte Bild hilft beim Verstehen; für die konkrete Wetterlage braucht es Beobachtungen und Vorhersagen.

Weiterlesen: Regenarten im Vergleich und die Entstehung eines Regentropfens.

Quellen & Weiterlesen

Quellen geprüft: 2. November 2026. Eigene, vereinfachte Darstellungen. Alle Experimente laufen lokal in Deinem Browser; sie verwenden keine Live-Wetterdaten.