Natur & Umwelt · Selbst entdecken

Die Pfütze geht.
Das Wasser bleibt.

Gestern noch ein kleiner Spiegel auf dem Weg. Heute nur ein dunkler Rand. Wohin ist das Wasser gegangen? Vergleiche, wie Sonne, Wärme, Wind und feuchte Luft die Verdunstung beeinflussen.

Eine kleine Pfütze auf einem feuchten Waldweg, umgeben von Farnen und goldenem Licht.
Ein kleiner Spiegel nach dem Regen.Eigene Illustration · mit KI gestaltet

Deine kleine Regenwelt

Gleiche Pfütze. Andere Bedingungen.

Zwei gleich große Pfützen unter verschiedenen BedingungenSchematische Darstellung. Die Erklärung unter dem Bild beschreibt den gewählten Zustand.Fester VergleichDeine Bedingungen20 °C · 10 km/h · 60 %Versiegelter Untergrund · keine Versickerung im Vergleich
Die beiden Pfützen starten gleich groß. Links bleiben alle Bedingungen fest, rechts bestimmst Du sie. Die hellen Linien stehen für unsichtbaren Wasserdampf.

Beide Pfützen verändern sich gleich.

Du hast die Ausgangsbedingungen gewählt. Verändere einen Regler und vergleiche bei gleichem Fortschritt.

Der Fortschritt ist eine erfundene Vergleichsskala, keine Uhr. Pfützengröße und Schwund folgen einem anschaulichen Lernmodell, keiner berechneten Verdunstungsrate. Luftfeuchte, Temperatur und Sonne lassen sich hier unabhängig einstellen.

Wasser kann auch ohne Kochen verschwinden.

An der Oberfläche verlassen Wassermoleküle die Flüssigkeit und gelangen als Wasserdampf in die Luft. Dafür wird Energie benötigt. Das passiert auch weit unter 100 °C. Der Wasserdampf selbst ist unsichtbar; die hellen Linien in unserem Bild machen nur den Weg anschaulich.

Sonnenlicht kann Wasser und Untergrund erwärmen. Bewegte Luft transportiert feuchte Luft von der Oberfläche weg. Bei sonst gleichen Bedingungen begünstigt das die Verdunstung. Ist die Luft schon sehr feucht, wird der Austausch gebremst.

Vier Regler. Eine Beobachtung.

Halte den Vergleichsfortschritt fest und ändere zunächst nur den Wind. Probiere danach mehr Sonne oder eine höhere Luftfeuchte aus. So kannst Du die Einflüsse einzeln erkennen. Links siehst Du immer dieselbe Ausgangssituation mit mittlerer Sonneneinstrahlung.

Wie lange eine echte Pfütze braucht, hängt außerdem von ihrer Tiefe, dem Untergrund und dem wechselnden Wetter ab. Im Experiment bleiben diese Dinge gleich.

Unter dem Weg geht die Reise weiter.

In einer echten Landschaft kann Wasser auch versickern oder seitlich abfließen. Eine kleiner werdende Pfütze beweist deshalb noch nicht, dass alles Wasser verdunstet ist. Unser Vergleich liegt bewusst auf einem abgedichteten Untergrund.

Folge dem Wasser weiter: In den Wasserwegen vergleichst Du verschiedene Böden. Im Wasserkreislauf kehrt das verdunstete Wasser als Teil einer viel größeren Reise zurück.

Quellen & Weiterlesen

Quellen geprüft: 2. November 2026. Eigene, vereinfachte Darstellungen. Alle Experimente laufen lokal in Deinem Browser; sie verwenden keine Live-Wetterdaten.